Drei Fragen an… Landrat Richard Reisinger

An unserer Seite leben und handeln Menschen, die uns Wertvolles mitgeben können. Auf dieser Seite stellen wir dir regelmäßig neue „Persönlichkeiten“ aus der Region vor.

SOFAKIRCHE: RICHARD, WAS GIBT DIR IN DIESEN TAGEN KRAFT?

Das sind neben all den professionell motivierten Teilnehmern in den unzähligen Krisenstäben vor allem die vielen freiwilligen Helferinnen und Helfer aller Generationen, die uneigennützig und ohne gefragt zu werden, auf uns zukommen und Hilfe für Mitmenschen anbieten, die es jetzt in den Tagen der Ausgangsbeschränkung besonders schwer haben. Da spüre ich, dass in unserer Gesellschaft doch nicht alles betriebswirtschaftlich auf Nutzen und Ertrag hin gedacht wird.

 

SOFAKIRCHE: WELCHE ROLLE SPIELT FÜR DICH DEIN GLAUBE?

Ich hatte die Gnade, religiös erzogen zu werden und ich durfte in der kirchlichen Jugendarbeit reifen. Da gab es immer Vorbilder des Glaubens, von denen ich heute noch zehre und die dazu beigetragen haben, dass mein Glaube wachsen konnte. Mein Glaube ist schon in erster Linie mein inneres Fundament, wenn auch nicht immer frei von Zweifeln. Aber das gehört ja zu einem aktiven Glauben wohl auch dazu. Ich versuche, meinen Glauben zu praktizieren. So würde ich mich schon als „Kirchenkind“ (ich bin seit 30 Jahren Pfarrgemeinderatsvorsitzender in der Pfarrei St. Marien Sulzbach) bezeichnen. Soweit es mein Amt erlaubt, nehme ich auch aktiv am Gemeindeleben teil. Denn christlicher Glaube ist für mich untrennbar von Gemeinschaft. Nur in einer lebendigen Gemeinschaft kann er erlebt und praktiziert werden. In Gottesdiensten findet man mich regelmäßig (im Gegensatz zu meinem Beruf aber in der letzten Kirchenbankreihe).

Was viele nicht wissen, das ich in meinem Büro im Landratsamt den exklusiven Zugang zur Kurfürstlichen Schlosskapelle habe. Das ist für mich ein echtes spirituelles Refugium!

Und wie es mit der eigentlichen Glaubenspraxis, sprich der Nächstenliebe, in meinem Leben aussieht, das vermag ich nicht selber einzuschätzen, das mögen andere tue. In jedem Fall bemühe ich mich…

 

SOFAKIRCHE: WENN DU DIR DAS TRÄUMEN ERLAUBST – WIE SIEHT DA UNSERE GESELLSCHAFT IN SECHS MONATEN AUS? 

Dann hoffe ich in der „Post-Corona-Ära“ in einer Gesellschaft zu leben, die dann etwas entschleunigt wieder mehr den Blick für das Wesentliche zurückgewonnen hat. Eine Gesellschaft, die ein Stück weit solidarischer geworden ist und die hoch motiviert ist, die dann wohl notwendige Aufbauarbeit zu leisten. Und da ich auch nicht der große Asket bin, denke ich, ist es auch gerechtfertigt, sich wieder auf den ein oder anderen Anlass zum gemeinsamen Feiern zu freuen. Anlässe dafür gibt es ja in unserem Landkreis zuhauf!

Richard Reisinger

Landrat (CSU), Landkreis Amberg-Sulzbach

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