Gottesdienst zuhause feiern

I. ANKOMMEN

Wir nehmen uns Zeit und kommen zur Ruhe. Vielleicht öffnest du das Fenster und hörst um 9:00 Uhr den Glocken unserer Kirche zu.
Sie schlagen für dich und machen deutlich: Gottes Liebe zu dir gilt immer!

Wir entzünden eine Kerze, denn wir wissen: Auch hier und heute sind wir eingeladen und getragen von Gott dem Vater, dem Sohn und dem Heiligen Geist.

Wir beten mit Worten aus Psalm 42:

2 Wie der Hirsch schreit nach frischem Wasser,

so schreit meine Seele, Gott, zu dir.

3 Meine Seele dürstet nach Gott,

nach dem lebendigen Gott. Wann werde ich dahin kommen, dass ich Gottes Angesicht schaue?

4 Meine Tränen sind meine Speise Tag und Nacht,

weil man täglich zu mir sagt: Wo ist nun dein Gott?

5 Daran will ich denken

und ausschütten mein Herz bei mir selbst: wie ich einherzog in großer Schar, mit ihnen zu wallen zum Hause Gottes mit Frohlocken und Danken in der Schar derer, die da feiern.

6 Was betrübst du dich, meine Seele,

und bist so unruhig in mir? Harre auf Gott; denn ich werde ihm noch danken, dass er mir hilft mit seinem Angesicht.

II. LESUNG

Wir lesen in der Bibel, gerne auch vers- bzw. satzweise reihum. Das Evangelium für diesen Sonntag findet sich im 6. Kapitel des Lukas.

Vom Umgang mit dem Nächsten

36 Seid barmherzig, wie auch euer Vater barmherzig ist.

37 Und richtet nicht, so werdet ihr auch nicht gerichtet. Verdammt nicht, so werdet ihr nicht verdammt. Vergebt, so wird euch vergeben.

38 Gebt, so wird euch gegeben. Ein volles, gedrücktes, gerütteltes und überfließendes Maß wird man in euren Schoß geben; denn eben mit dem Maß, mit dem ihr messt, wird man euch zumessen.

39 Er sagte ihnen aber auch ein Gleichnis: Kann denn ein Blinder einem Blinden den Weg weisen? Werden sie nicht alle beide in die Grube fallen?

40 Ein Jünger steht nicht über dem Meister; wer aber alles gelernt hat, der ist wie sein Meister.

41 Was siehst du den Splitter in deines Bruders Auge, aber den Balken im eigenen Auge nimmst du nicht wahr?

42 Wie kannst du sagen zu deinem Bruder: Halt still, Bruder, ich will dir den Splitter aus deinem Auge ziehen, und du siehst selbst nicht den Balken in deinem Auge? Du Heuchler, zieh zuerst den Balken aus deinem Auge, danach kannst du sehen und den Splitter aus deines Bruders Auge ziehen.

III. GLAUBENSBEKENNTNIS

Gerne können wir nun das Glaubensbekenntnis sprechen. Es verbindet uns mit Christen aller Zeiten, aller Länder und aller Konfessionen.

Ich glaube an Gott, den Vater,
den Allmächtigen,
den Schöpfer des Himmels und der Erde.

Und an Jesus Christus,
seinen eingeborenen Sohn, unsern Herrn,
empfangen durch den Heiligen Geist,
geboren von der Jungfrau Maria,
gelitten unter Pontius Pilatus,
gekreuzigt, gestorben und begraben,
hinabgestiegen in das Reich des Todes,
am dritten Tage auferstanden von den Toten,
aufgefahren in den Himmel;
er sitzt zur Rechten Gottes,
des allmächtigen Vaters;
von dort wird er kommen,
zu richten die Lebenden und die Toten.

Ich glaube an den Heiligen Geist,
die heilige christliche Kirche,
Gemeinschaft der Heiligen,
Vergebung der Sünden,
Auferstehung der Toten
und das ewige Leben.

Amen.

IV. ANDACHT

Wir hören eine kurze Andacht von Pfarrer Arne Langbein

V. GEBET

In einem Moment der Stille oder gern auch laut ausgesprochen beten wir für die, die uns wichtig und wertvoll sind.

VI. VATER UNSER

Wir beten das Vater Unser. Dieses verbindet uns über alle aktuell nötigen Entfernungen hinweg, miteinander und mit Gott.

Vater unser im Himmel
Geheiligt werde dein Name.
Dein Reich komme.
Dein Wille geschehe,
wie im Himmel, so auf Erden.
Unser tägliches Brot gib uns heute.
Und vergib uns unsere Schuld,
wie auch wir vergeben unsern Schuldigern.
Und führe uns nicht in Versuchung,
sondern erlöse uns von dem Bösen.
Denn dein ist das Reich
und die Kraft und die Herrlichkeit
in Ewigkeit. Amen.

Matthäusevangelium 6,9-13

.

VI. SEGEN

Wir stellen uns unter Gottes Segen, das dürfen und das können wir auch ohne Pfarrerin! Feiern wir gemeinsam, dann sprechen wir uns mit Namen an und „Gott segne dich, (Name)“ zu. Feiern wir allein, dann dürfen wir uns selbst umarmen und uns selbst zusprechen: „Gott segne mich.“

Amen! So wird es sein.

Gott behüte uns alle, bis wir – so Gott will – bald wieder gemeinsam feiern können!

Sofakirche.de ist ein Web-Angebot der
Evangelisch-Lutherischen Kirchengemeinde
St Peter und Paul Neukirchen

Pfarrerin Anja Matthalm
Hauptstraße 32
92259 Neukirchen
Tel.: 09663 – 95055
E-Mail: kontakt@sofakirche.de

Deine Nachricht an Sofakirche.de – Wir freuen uns darauf, von dir zu hören!